| Peter Majer vor seinem Kolonialwarengeschäft in der Mittelgasse. Dort gab es Stoffe und Lebensmittel. |
13.12.2013
Kolonialwarengeschäft in Tscheb
10.12.2013
Richtfest bei der Ring-Ofen-Ziegelei Josef Erni 1924/26.
08.12.2013
Kirchweihgast
Wie ich schon mal sagte, mein Vater hatte viel Humor. So war mal eine Freundin "Kirchweihgast" bei uns. Vater nötigte sie: "Essen Sie doch! Nehmen Sie wie zu Hause, nur etwas weniger"!
Als meine Eltern GOLDENE HOCHZEIT feierten, hatten wir liebe Gäste aus Voprovac. Es war Käthe Hinger und meine zukünftige Schwägerin Gizi. Beide kamen, damit sie das Fest in der Kirche an Orgel und Gesang feierlich gestalten.
Es folgten Regentage. Eine Frau traf meinen Vater (eine Nénike - kommt aus dem Ungarischen und bedeutet so viel wie Bäsl) und fragte: "Na, sind die Gäste fort Hamanbatschi?" Vater gab zur Antwort: "Ach nein! Ich geh jeden Abend in den Hof und sage Herrgott, hast Du noch keine Gäste gehabt?" Die Gäste waren nämlich mit dem Fahrrad gekommen. So verkehrten wir damals: Mit dem Rad zur Eisenbahn, das Rad auf den Zug, bei der Endstation herunter und bis Tscheb 10 - 12 km - mit dem Fahrrad.
Wegen des Regens konnten die Gäste ja nicht heimfahren. Aber wir hatten sie sehr gerne zu Gast.
Als meine Eltern GOLDENE HOCHZEIT feierten, hatten wir liebe Gäste aus Voprovac. Es war Käthe Hinger und meine zukünftige Schwägerin Gizi. Beide kamen, damit sie das Fest in der Kirche an Orgel und Gesang feierlich gestalten.
Es folgten Regentage. Eine Frau traf meinen Vater (eine Nénike - kommt aus dem Ungarischen und bedeutet so viel wie Bäsl) und fragte: "Na, sind die Gäste fort Hamanbatschi?" Vater gab zur Antwort: "Ach nein! Ich geh jeden Abend in den Hof und sage Herrgott, hast Du noch keine Gäste gehabt?" Die Gäste waren nämlich mit dem Fahrrad gekommen. So verkehrten wir damals: Mit dem Rad zur Eisenbahn, das Rad auf den Zug, bei der Endstation herunter und bis Tscheb 10 - 12 km - mit dem Fahrrad.
Wegen des Regens konnten die Gäste ja nicht heimfahren. Aber wir hatten sie sehr gerne zu Gast.
05.12.2013
1919 - Der Tscheber Prof. Dr. Jakob Bleyer wird Minister in Budapest
In Tscheb (damals Südungarn) stand das Geburtshaus von Universitäts-Professor Dr. Jakob Bleyer. Er kam am 25. Januar 1874 als Kind der Bauersleute Jakob Bleyer und Veronika, geb. Stern, zur Welt.
Vom Pfarrer und Kantorlehrer als begabter Bub erkannt wird er elfjährig zuerst nach Neusatz (Novisad) und ein Jahr später ans Jesuitengymnasium nach Kalotscha geschickt. Er schrieb damals schon deutsche Gedichte und Erzählungen, die auch veröffentlicht wurden. Nach Abwendung vom Theologiestudium studierte er an der Universität Budapest Gemanistik, lehrte nach Erlangung des Doktorhutes einige Jahre an den Oberschulen in Budapest und Ödenburg.1908 wurde er als ordentlicher Professor an die Siebenbürgische Universität Klausenburg und 1911 nach Budapest berufen. Sein wissenschaftliches Hauptanliegen sah er darin, die Zusammenhänge zwischen deutscher und ungarischer Kultur systematisch zu erforschen. Er wies an vielen Beispielen nach, dass der deutsche Kulturstrom nach Südosteuropa, vor allem nach Ungarn, über Wien geflossen ist. Die Sorge um sein schwäbisches Volk machte ihn ganz zum deutschen Politiker. 1919 wurde er zum Nationalitäten-Minister im ungarischen Parlament in Budapest ernannt. Der große Christ Prof. Dr. Bleyer setzte sich leidenschaftlich für die Gewährung echter Minderheitsrechte, in besonderem Maße für seine donauschwäbischen Landsleute in Ungarn ein. Er starb am 5. Dezember 1933 in Budapest.Bleyers Ahnen stammen aus Au im Murgtal, wo am Auswandererhaus ein Gedenkstein angebracht wurde. Bleyer wurde zum Ehrenbürger von Au und zum Ehrendoktor der Universität Tübingen ernannt.
(Textauszüge aus dem 3. und 15. Tscheber Heimatbrief/Dezember 1974/1986).
Vom Pfarrer und Kantorlehrer als begabter Bub erkannt wird er elfjährig zuerst nach Neusatz (Novisad) und ein Jahr später ans Jesuitengymnasium nach Kalotscha geschickt. Er schrieb damals schon deutsche Gedichte und Erzählungen, die auch veröffentlicht wurden. Nach Abwendung vom Theologiestudium studierte er an der Universität Budapest Gemanistik, lehrte nach Erlangung des Doktorhutes einige Jahre an den Oberschulen in Budapest und Ödenburg.1908 wurde er als ordentlicher Professor an die Siebenbürgische Universität Klausenburg und 1911 nach Budapest berufen. Sein wissenschaftliches Hauptanliegen sah er darin, die Zusammenhänge zwischen deutscher und ungarischer Kultur systematisch zu erforschen. Er wies an vielen Beispielen nach, dass der deutsche Kulturstrom nach Südosteuropa, vor allem nach Ungarn, über Wien geflossen ist. Die Sorge um sein schwäbisches Volk machte ihn ganz zum deutschen Politiker. 1919 wurde er zum Nationalitäten-Minister im ungarischen Parlament in Budapest ernannt. Der große Christ Prof. Dr. Bleyer setzte sich leidenschaftlich für die Gewährung echter Minderheitsrechte, in besonderem Maße für seine donauschwäbischen Landsleute in Ungarn ein. Er starb am 5. Dezember 1933 in Budapest.Bleyers Ahnen stammen aus Au im Murgtal, wo am Auswandererhaus ein Gedenkstein angebracht wurde. Bleyer wurde zum Ehrenbürger von Au und zum Ehrendoktor der Universität Tübingen ernannt.
(Textauszüge aus dem 3. und 15. Tscheber Heimatbrief/Dezember 1974/1986).
03.12.2013
Mittelgasse im Winter
01.12.2013
1914 - Das Gemeindehaus von Tscheb
Das Foto zeigt das im Jahre 1914 erbaute prachtvolle Gemeindehaus - Rathaus - von Tscheb (im Vordergrund Kleinrichter Beck Michel ca. 1880). Angeregt wurde die Gemeindeverwaltung zu diesem Bau von Notar Desider Szalay. Das Gelände erwarb die Gemeinde Tscheb von Lazar Dundjerski 1913 für 30.000 Kronen. Die Planung geht auf den staatl. Bauing. Bence Bela zurück. Die Bauleitung hatte der Architekt Josef Hiehl aus Palanka inne. Die Baukosten betrugen 91.435 Kronen.
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