Im Sommer 1921 ließ Dr. G. Dundjerski eine moderne Hanffabrik erbauen. Diese wurde zunächst in der Form einer Aktiengesellschaft gegründet, an der der Großgrundbesitzer, mehrere Tscheber Bauern und Dr. Dembitz aus Palanka beteiligt waren.Direktor der Fabrik war der eigentliche Initiator und Planer derselben, Josef Rennert, der vorher als Buchhalter bei der Firma Matthias Bellan arbeitete. Die AG löste sich aber bald auf, Alleininhaber wurde Dr. Dundjerski.
Angeliefert wurde die Hanffabrik mit Rohstängelhanf von einigen Tscheber Bauern und aus der eigenen Landwirtschaft des Besitzers, später nur noch aus dessen Landwirtschaft.Die Fabrik verfügte über ein eigenes gutes Hanfwasser, Dieses befand sich unterhalb der Fabrik in unmittelbarer Nähe . Es war der Rohrgraben, der wie aus einer Quelle aus 20 Meter Tiefe gespeist wurde und gutes, weiches Wasser hatte. Der Großgrundbesitzer hatte immer eine der besten Hanfqualitäten.Viele Händler und "Hanfmacher" kamen, angelockt durch die gute Qualität des Hanfes, nach Tscheb.
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28.12.2013
05.12.2013
1919 - Der Tscheber Prof. Dr. Jakob Bleyer wird Minister in Budapest
In Tscheb (damals Südungarn) stand das Geburtshaus von Universitäts-Professor Dr. Jakob Bleyer. Er kam am 25. Januar 1874 als Kind der Bauersleute Jakob Bleyer und Veronika, geb. Stern, zur Welt.
Vom Pfarrer und Kantorlehrer als begabter Bub erkannt wird er elfjährig zuerst nach Neusatz (Novisad) und ein Jahr später ans Jesuitengymnasium nach Kalotscha geschickt. Er schrieb damals schon deutsche Gedichte und Erzählungen, die auch veröffentlicht wurden. Nach Abwendung vom Theologiestudium studierte er an der Universität Budapest Gemanistik, lehrte nach Erlangung des Doktorhutes einige Jahre an den Oberschulen in Budapest und Ödenburg.1908 wurde er als ordentlicher Professor an die Siebenbürgische Universität Klausenburg und 1911 nach Budapest berufen. Sein wissenschaftliches Hauptanliegen sah er darin, die Zusammenhänge zwischen deutscher und ungarischer Kultur systematisch zu erforschen. Er wies an vielen Beispielen nach, dass der deutsche Kulturstrom nach Südosteuropa, vor allem nach Ungarn, über Wien geflossen ist. Die Sorge um sein schwäbisches Volk machte ihn ganz zum deutschen Politiker. 1919 wurde er zum Nationalitäten-Minister im ungarischen Parlament in Budapest ernannt. Der große Christ Prof. Dr. Bleyer setzte sich leidenschaftlich für die Gewährung echter Minderheitsrechte, in besonderem Maße für seine donauschwäbischen Landsleute in Ungarn ein. Er starb am 5. Dezember 1933 in Budapest.Bleyers Ahnen stammen aus Au im Murgtal, wo am Auswandererhaus ein Gedenkstein angebracht wurde. Bleyer wurde zum Ehrenbürger von Au und zum Ehrendoktor der Universität Tübingen ernannt.
(Textauszüge aus dem 3. und 15. Tscheber Heimatbrief/Dezember 1974/1986).
Vom Pfarrer und Kantorlehrer als begabter Bub erkannt wird er elfjährig zuerst nach Neusatz (Novisad) und ein Jahr später ans Jesuitengymnasium nach Kalotscha geschickt. Er schrieb damals schon deutsche Gedichte und Erzählungen, die auch veröffentlicht wurden. Nach Abwendung vom Theologiestudium studierte er an der Universität Budapest Gemanistik, lehrte nach Erlangung des Doktorhutes einige Jahre an den Oberschulen in Budapest und Ödenburg.1908 wurde er als ordentlicher Professor an die Siebenbürgische Universität Klausenburg und 1911 nach Budapest berufen. Sein wissenschaftliches Hauptanliegen sah er darin, die Zusammenhänge zwischen deutscher und ungarischer Kultur systematisch zu erforschen. Er wies an vielen Beispielen nach, dass der deutsche Kulturstrom nach Südosteuropa, vor allem nach Ungarn, über Wien geflossen ist. Die Sorge um sein schwäbisches Volk machte ihn ganz zum deutschen Politiker. 1919 wurde er zum Nationalitäten-Minister im ungarischen Parlament in Budapest ernannt. Der große Christ Prof. Dr. Bleyer setzte sich leidenschaftlich für die Gewährung echter Minderheitsrechte, in besonderem Maße für seine donauschwäbischen Landsleute in Ungarn ein. Er starb am 5. Dezember 1933 in Budapest.Bleyers Ahnen stammen aus Au im Murgtal, wo am Auswandererhaus ein Gedenkstein angebracht wurde. Bleyer wurde zum Ehrenbürger von Au und zum Ehrendoktor der Universität Tübingen ernannt.
(Textauszüge aus dem 3. und 15. Tscheber Heimatbrief/Dezember 1974/1986).
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